Bilanzorientierte Kapitalerhaltung oder Solvenztest
Vergleichende Analyse aktienrechtlicher Ausschüttungskonzepte
Zusammenfassung
Die Autorin untersucht die Funktionsweise und Effizienz der ausschüttungsregulierenden Kapitalerhaltungsvorschriften im Aktienrecht und stellt den Entwurf eines solvenztestbasierten, alternativen Regelungskonzepts vor. Anhand eines einleitend entwickelten theoretischen Anforderungsprofils wird die Ausschüttungsregulierung de lege lata einer umfassenden Kritik unterzogen. Es wird begründet, dass es an einem passgenauen Zuschnitt auf das angestrebte Gläubigerschutzniveau fehlt und systemimmanente Fehlanreize zugleich nur unzureichend korrigiert werden.
Im Anschluss entwickelt die Verfasserin ein alternatives Regulierungsmodell, dessen Herzstück ein zweistufiger, in die Zukunft gerichteter Solvenztest bildet. Neben der präzisen Ausgestaltung konkreter Prognosekriterien wird ein Schwerpunkt auf ein flankierendes Publizitäts-, Prüfungs- und Haftungsinstrumentarium zur Prognoseabsicherung gelegt. Es kann gezeigt werden, dass das entworfene alternative Regulierungsmodell dem zuvor formulierten theoretischen Anforderungsprofil an eine gesetzliche Regulierung besser genügt als das tradierte Ausschüttungsregime. Daher schließt die Untersuchung mit einem Plädoyer für einen Systemwechsel.
- 100–102 VIII. Zwischenergebnis 100–102
- 117–121 II. Solvenztest 117–121
- 121–126 III. Bilanztest 121–126
- 131–131 A) Überblick 131–131
- 131–195 B) Solvenztest 131–195
- 218–246 V. Haftungskonzeption 218–246
- 246–248 E) Zwischenergebnis 246–248
- 252–266 III. Insolvenzprophylaxe 252–266
- 281–293 Literaturverzeichnis 281–293