Lebendige Religionspädagogik
Existenzanalyse und Radikale Lebensphänomenologie im Religionsunterricht
Zusammenfassung
Dieser Band beschäftigt sich mit der Bedeutung der Existenzanalyse von Viktor Frankl und der Lebensphänomenologie von Michel Henry in Hinblick auf ihre Relevanz für christliche Religionspädagogik. Die Anthropologien dieser beiden Richtungen, die zum Teil stark divergieren, und deren zentrale Erkenntnisse über die Fragen nach dem Leben bieten eine Fülle von Möglichkeiten, durch die sich im Religionsunterricht zeitgemäße Zugänge eröffnen können. Von der Erarbeitung einer existenziell-lebensphänomenologisch-personalen Pädagogik kommt Hawel schließlich zur Frage, welche Grundzüge eine phänomenologische Haltung bei Religionslehrer:innen den Schüler:innen gegenüber auszeichnen.
Schlagworte
- 1–4 Titelei/Inhaltsverzeichnis 1–4
- 5–8 Inhalt 5–8
- 9–10 Vorwort 9–10
- 11–14 Einleitung 11–14
- 15–36 1. Viktor Emil Frankl – Biografische Splitter in ihrem Bezug zu Religion 15–36
- 1.1. Vier Konzentrationslager und der letzte Segen der Mutter
- 1.2. Ablehnung jeder Kollektivschuld
- 1.3. Suizidprävention für Wiens Schülerinnen und Schüler
- 1.4. Der junge Arzt Viktor Frankl am Otto-Wagner-Spital ›Am Steinhof‹
- 1.5. Praktiziertes Judentum
- 1.6. Synchronisation in Birkenwald
- 37–79 2. Ausgewählte Themen der Existenzanalyse und ihr ›Sitz‹ im Religionsunterricht 37–79
- 2.1. Die »kopernikanische Wendung«
- 2.2. Menschenbild – Dimensionalontologie
- 2.3. Charakter – Person – Persönlichkeit
- 2.3.1. Charakter
- 2.3.2. Person
- 2.3.3. Persönlichkeit
- 2.4. Werte und Wertfühlen – Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn
- 2.5. Die tragische Trias
- 2.6. Selbsttranszendenz und Selbstdistanzierung
- 2.7. Gewissen
- 80–97 3. Michel Henry: Innere Biografie – heimliche Biografie 80–97
- 3.1. Jugendzeit – Krieg
- 3.2. Beginn der akademischen Laufbahn
- 3.3. Universität in Montpellier
- 3.4. Wissen, was ich wirklich war
- 3.5. ›Heimliche‹ Biografie
- 98–126 4. Ausgewählte Themen der Lebensphänomenologie und ihr ›Sitz‹ im Religionsunterricht 98–126
- 4.1. Umsturz in der Phänomenologie
- 4.2. Der Begriff ›Leben‹
- 4.3. Passivität und Passibilität bzw. Ur-Passibilität
- 4.4. Inkarnation
- 4.5. Körper – Leib – Fleisch
- 4.5.1. Körper
- 4.5.2. Leib – Leiblichkeit
- 4.5.3. Fleisch
- 4.6. Selbststeigerung des Lebens versus Barbarei
- 127–220 5. Existenzanalyse und Lebensphänomenologie im Religionsunterricht: Kompatibilität zweier unterschiedlicher Zugänge zum ›Phänomen Mensch‹ durch einen radikalen Perspektivenwechsel 127–220
- 5.1. Radikaler Perspektivenwechsel
- 5.2. Dynamik und Unberechenbarkeit des (Religions-) Unterrichts
- 5.2.1. Dynamik
- 5.2.2. Unberechenbarkeit
- 5.3. Freude und Schmerz entspringen derselben Quelle
- 5.3.1. Leid und Freude in der Lebensphänomenologie
- 5.3.2. Leid und Freude in der Existenzanalyse
- 5.3.3. Perspektive: Religionsunterricht
- 5.4. Ein absolutes NEIN zu jeglicher Objektivierung des Menschen
- 5.5. Abschied vom Ursächlichkeitsdenken
- 5.6. Die Problematik unserer Vorstellungen
- 5.7. Leiblichkeit
- 5.7.1. Sexualität
- 5.7.2. Sport
- 5.7.3. Leiblichkeit und Gewalt
- 5.7.4. Implizite Leiblichkeit
- 5.7.5. Caro cardo salutis
- 5.8. Wenn das Leben nicht mehr fragt
- 5.8.1. Selbstverneinung – Das Leben kehrt sich gegen sich selbst
- 5.8.2. Leben ohne Warum – Das Leben als absoluter Selbstwert
- 5.9. Pädagogik
- 5.9.1. Existenzielle Pädagogik – personale Pädagogik
- Pädagogische Hochschule Kärnten
- Eva Maria Waibel
- Günter Funke
- Jugendhilfeeinrichtung Elisabethstift
- 5.9.2. Pädagogik bei Michel Henry
- 5.9.3. Personal-lebensphänomenologisch-existenzielle Pädagogik
- 5.9.3.1. Ausgangspunkt: Die ›Person‹
- 5.9.3.2. Existenzielle Dimensionen
- 5.9.3.3. Kontrapunkt: lebensphänomenologische Radikalität
- 221–254 6. Eine phänomenologische Haltung als Religionslehrerin bzw. als Religionslehrer: Unterrichten im ›Flow‹ 221–254
- 6.1. Was bedeutet ›phänomenologisch‹ bzw. ›phänomenologische Haltung‹&ga;?
- 6.1.1. Die Haltung geistigen Schauens
- 6.1.2. Vor-Fühlen und Nach-Denken
- 6.1.3. Die Falle der Feststellung ›So ist es!‹
- 6.2. Voraussetzungen für eine phänomenologische Haltung
- 6.3. Elemente einer phänomenologischen Haltung im Religionsunterricht
- 6.3.1. Offenheit und Verweilen in der Hingabe
- 6.3.2. Der Mut, Bekanntes hinter sich zu lassen und sich vom Anderen ›gefangen nehmen‹ zu lassen
- 6.3.3. Das Vertrauen, dass das, was sich zwischen uns zeigt, uns auch trennt
- 6.3.4. Zeit, Geduld und Demut
- 6.3.5. Existenzielle Anamnese
- 6.3.6. Der lebensphänomenologische Blick
- 6.4. Persönlichkeitsbildung – ein Berufsleben lang
- 255–256 Ausklang 255–256
- 257–264 Literaturverzeichnis 257–264
- Primärliteratur
- Sekundärliteratur
- Internet-Quellen