Zusammenfassung
Bewegtbild-Geschichten wie ihrerzeit jene über die US-Soldatin Jessica Lynch im Irak-Krieg prägen zunehmend die Fernseh-Nachrichten. Diese Studie geht – in empirisch-theoretischer und zugleich in normativ-pragmatischer Hinsicht – den Fragen nach, welche Potentiale und welche Probleme mit narrativen Darstellungen in TV-News verbunden sind. Nach begrifflichen Grundlegungen werden erste inhaltsanalytische Befunde diskutiert sowie Fall-Beispiele vor allem aus der Kriegs- und Krisenberichterstattung erörtert. Vieles deutet für deutsche und internationale Kontexte auf eine wachsende Rolle des Storytelling im Fernseh-Journalismus.
Die hier entwickelte Perspektive soll auch eine Kritik gegenüber einem bestimmten „Narrativismus“ ermöglichen: Problematisiert wird, inwieweit solche Storys kaum im Kontext einordnender Meldungen und Berichte, kaum im Zusammenhang mit Interviews, Kommentaren, Dokumentationen etc. vermittelt werden. Was tun, wenn stattdessen narrativistische, also verselbstständigt-einseitige Darstellungen andere Aspekte vor allem des öffentlich-relevanten Geschehens an die Ränder drängen?
- Kapitel Ausklappen | EinklappenSeiten
- 125–131 5.3.4 Hinter Gittern 125–131
- 142–145 5.3.8 Sportifizierung 142–145
- 179–190 7. Literatur 179–190